Thema des
Arbeitskreises war der Austausch von praktischen Erfahrungen bezüglich Handhabung, Vorteilen und Akzeptanz der elektronischen Akte im juristischen Verkehr. Durch das breite Spektrum der Referenten wurde die elektronische Akte dabei sowohl aus Sicht der Anwaltskanzleien als auch der Gerichte beleuchtet.
Im Zentrum der Vorträge stand ein Pilotprojekt des Familiengerichts Olpe, bei dem seit 2003 der elektronische Rechtsverkehr sowie die elektronische Akte auf ihre praktische Anwendbarkeit getestet wurden. Hierbei zeigten sowohl Herr Richter am Amtsgericht Faber als auch Frau Rechtsanwältin Walter die derzeit noch auftretenden Schwierigkeiten auf. Im Ergebnis waren sie sich jedoch einig, daß der Einsatz einer elektronischen Akte nach der Behebung der "Anlaufschwierigkeiten" durchaus zu einer deutlichen Arbeitserleichterung führen wird.
In einem weiteren Vortrag erörterte Herr Rechtsanwalt Klaas die Vorgehensweise in seiner Anwaltskanzlei und stellte das dort bereits seit 1999 erfolgreich benutzte Dokumentenmanagementsystem vor. Nach seinen Schilderungen besteht das größte praktische Problem dieser Form der Arbeit in der Akzeptanz des elektronischen juristischen Schriftverkehrs durch die beteiligten Gerichte. Den Schluß bildete der Vortrag von Herrn Rechtsanwalt Priesnitz, in dessen Kanzlei die elektronische Akte ebenfalls zum Einsatz kommt. Auch er konnte in einer eindrucksvollen Vorführung von den Vorteilen dieses Instuments überzeugen.
Auch wenn bislang noch keine belastbaren Zahlen bezüglich des Vorteils erkennbar sind, stellte sich Im Ergebnis heraus, daß die elektronische Akte in der heutigen - digitalen - Arbeitswelt ein durchaus nützliches Instrument
darstellt, um Arbeitsvorgänge zu beschleunigen und die Übersichtlichkeit der Informationsflut zu gewährleisten.
Das LAwgical-Team dankt Christoph Keller für seinen Bericht.
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